diff --git a/01_Konzeption/02-2 Sovereign RAG Tutor – Externes Kundendokument.md b/01_Konzeption/02-2 Sovereign RAG Tutor – Externes Kundendokument.md index d770115..a8eb3d6 100644 --- a/01_Konzeption/02-2 Sovereign RAG Tutor – Externes Kundendokument.md +++ b/01_Konzeption/02-2 Sovereign RAG Tutor – Externes Kundendokument.md @@ -2,7 +2,7 @@ ## Problem, Ziel und Lösungsvorschlag -**Ein Konzept der d-opt GmbH für die mastersolution AG** **Status:** Entwurf v0.2 · **Stand:** Juli 2026 +**Ein Konzept der d-opt GmbH für die mastersolution AG** **Status:** Entwurf v0.3 · **Stand:** Juli 2026 _Hinweis zur Fassung: Die enthaltenen Diagramme liegen in dieser Arbeitsfassung als Mermaid-Notation vor und werden für die finale Fassung durch gestaltete Grafiken ersetzt._ @@ -19,7 +19,9 @@ _Hinweis zur Fassung: Die enthaltenen Diagramme liegen in dieser Arbeitsfassung 1. eine souveräne semantische Suche mit Berechtigungsfilterung und Quellenangaben, 2. ein Frage-Antwort-Assistent auf Basis eines lokal betriebenen Sprachmodells, 3. ein Kompetenzmodell mit nachvollziehbarem Lernstands-Tracking, -4. adaptive Didaktik mit generierten Prüfungsfragen, automatischen Lernpfaden und Lern-Coaching. Komplexität und Risiko steigen über die Stufen kontrolliert an; regulatorische Anforderungen (EU AI Act, Mitbestimmung, DSGVO) sind von Beginn an als Designprinzipien verankert und werden als mitgelieferte Compliance-Ausstattung zum Verkaufsargument gegenüber den Endkunden. +4. adaptive Didaktik mit generierten Prüfungsfragen, automatischen Lernpfaden und Lern-Coaching. + +Komplexität und Risiko steigen über die Stufen kontrolliert an; regulatorische Anforderungen (EU AI Act, Mitbestimmung, DSGVO) sind von Beginn an als Designprinzipien verankert und werden als mitgelieferte Compliance-Ausstattung zum Verkaufsargument gegenüber den Endkunden. ```mermaid flowchart TD @@ -103,7 +105,7 @@ Das System entsteht in vier Stufen. Diese Staffelung ist eine bewusste Konstrukt ### Stufe 2: Nachschlage-Assistent -**Was entsteht:** Ein Frage-Antwort-Assistent auf Basis eines souverän betriebenen Sprachmodells – gehostet im deutschen Rechenzentrum oder On-Premise beim Endkunden. Der Nutzer stellt eine Frage in natürlicher Sprache; das System sucht die relevanten Stellen im freigegebenen Material und formuliert daraus eine Antwort mit Quellenangaben und Video-Timestamps. Die Antwort ist strikt auf die gefundenen Inhalte begrenzt; deckt das Material eine Frage nicht, sagt das System das ausdrücklich. In dieser Stufe werden zudem die Betriebsprofile erarbeitet: definierte Hardware-Konfigurationen mit zugesicherten Antwortzeiten, damit Endkunden vor der Einführung wissen, welche Infrastruktur sie benötigen. +**Was entsteht:** Ein Frage-Antwort-Assistent auf Basis eines souverän betriebenen Sprachmodells – gehostet im deutschen Rechenzentrum oder On-Premise beim Endkunden. Der Nutzer stellt eine Frage in natürlicher Sprache; das System sucht die relevanten Stellen im freigegebenen Material und formuliert daraus eine Antwort mit Quellenangaben und Video-Timestamps. Die Antwort ist strikt auf die gefundenen Inhalte begrenzt (Grounded Generation); deckt das Material eine Frage nicht, sagt das System das ausdrücklich. In dieser Stufe werden zudem die Betriebsprofile erarbeitet: definierte Hardware-Konfigurationen mit zugesicherten Antwortzeiten, damit Endkunden vor der Einführung wissen, welche Infrastruktur sie benötigen. **Der unmittelbare Nutzen:** Beschäftigte der Endkunden erhalten belegte Antworten auf Prozess- und Fachfragen im Arbeitsalltag – ohne langes Durchsuchen der Kurs- und Plattforminhalte, ohne Rückfragen an Kollegen, rund um die Uhr. Bestandene Schulungsinhalte werden zum nachschlagbaren Referenzmaterial. @@ -129,7 +131,7 @@ Das System entsteht in vier Stufen. Diese Staffelung ist eine bewusste Konstrukt ### Architektur im Überblick -Hinter den vier Stufen steht eine Komponentenarchitektur, die konsequent auf das Berechtigungswesen ausgerichtet ist: Eine zentrale Komponente prüft Identität, Rolle und Berechtigungen gegen das LMS und ist der einzige Berührungspunkt zum bestehenden System – alle übrigen Komponenten arbeiten ausschließlich auf bereits gefilterten Daten. Suche und Assistent (Stufen 1–2) funktionieren dabei unabhängig von den Lern-Komponenten (Stufen 3–4); der schnelle Nachschlage-Pfad bleibt auch im Endausbau schlank. +Hinter den vier Stufen steht eine Komponentenarchitektur, die konsequent auf das Berechtigungswesen ausgerichtet ist: Eine zentrale Komponente prüft Identität, Rolle und Berechtigungen gegen das LMS und ist der einzige Berührungspunkt zum bestehenden System – alle übrigen Komponenten arbeiten ausschließlich auf bereits gefilterten Daten. Suche und Assistent (Stufen 1–2) funktionieren dabei unabhängig von den Lern-Komponenten (Stufen 3–4); der schnelle Nachschlage-Pfad bleibt auch im Endausbau schlank. Die Architektur ist von Beginn an mandantenfähig als Produkt ausgelegt: Sie wird aus einer gemeinsamen Codebasis vielfach ausgerollt – als gehostete Instanz im deutschen Rechenzentrum ebenso wie als On-Premise-Installation – und hält sämtliche kundenspezifischen Daten (Materialbestand, Index, Wissensgraph, Rollen) je Endkunde strikt getrennt. ```mermaid flowchart LR @@ -154,7 +156,7 @@ flowchart LR KI-Tutoren am Markt folgen häufig einem einzigen didaktischen Paradigma: Sie verweigern direkte Antworten und führen den Nutzer sokratisch zur Lösung. Das ist im Lernkontext wertvoll – und im Arbeitskontext ein Ärgernis: Ein Techniker mit einer konkreten Prozessfrage braucht die belegte Antwort, keine Gegenfrage. Das Konzept unterscheidet deshalb zwei Modi. Im **Nachschlage-Modus** liefert das System schnelle, belegte Antworten; im **Coaching-Modus** begleitet es didaktisch zur eigenständigen Lösung. Kurs-Autoren legen je Kurs fest, welche Modi verfügbar sind; innerhalb dieses Rahmens wählt der Nutzer über einen sichtbaren Schalter. -Als Standard wird eine statusabhängige Regelung vorgeschlagen: Bei erstmaliger Kursbelegung gilt der Coaching-Modus; nach bestandenem Kurs steht der Nachschlage-Modus offen. Die Regel ist unmittelbar einleuchtend, nutzt ein Datum, das das LMS ohnehin führt, und macht bestandene Schulungen zum dauerhaft nachschlagbaren Referenzmaterial – eine Doppelnutzung, die den Wert jedes Kurses erhöht. Der aktive Modus ist jederzeit sichtbar; wo Coaching verbindlich ist, sagt das System das offen, statt den Nutzer über ausbleibende Antworten rätseln zu lassen. +Als Standard wird eine statusabhängige Regelung vorgeschlagen: Bei erstmaliger Kursbelegung gilt der Coaching-Modus; nach bestandenem Kurs steht der Nachschlage-Modus offen. Die Regel ist unmittelbar einleuchtend, nutzt ein Datum, das das LMS ohnehin führt, und macht bestandene Schulungen zum dauerhaft nachschlagbaren Referenzmaterial – eine Doppelnutzung, die den Wert jedes Kurses erhöht. Der aktive Modus ist jederzeit sichtbar; wo Coaching verbindlich ist, sagt das System das offen, statt den Nutzer über ausbleibende Antworten rätseln zu lassen. Damit der Coaching-Modus nicht über die freie Suche umgangen werden kann, können Kurs-Autoren einzelne Materialien – etwa Musterlösungen oder Prüfungsfragen samt Antworten – als ausschließlich im Kurskontext verfügbar kennzeichnen; solche Inhalte erscheinen außerhalb des Kurses weder in der Suche noch in Antworten des Assistenten. ### 5.2 Der Wissensgraph entsteht beim Endkunden – teilautomatisiert @@ -182,7 +184,9 @@ Daraus entsteht ein Verkaufsargument: Die Endkunden von mastersolution sind Betr 1. technische Dokumentation, 2. Logging-Konzept, 3. Vorlage für die Datenschutz-Folgenabschätzung, -4. Muster für die Betriebsvereinbarung. Die Botschaft an die Endkunden lautet damit nicht nur, dass ihre Daten bei ihnen bleiben, sondern dass sie das System rechtssicher einführen können – ein Angebot, das cloudbasierte Wettbewerber strukturell nicht machen können. Eine juristische Begleitung des Vorhabens ist als fester Projektschritt vorgesehen. +4. Muster für die Betriebsvereinbarung. + +Die Botschaft an die Endkunden lautet damit nicht nur, dass ihre Daten bei ihnen bleiben, sondern dass sie das System rechtssicher einführen können – ein Angebot, das cloudbasierte Wettbewerber strukturell nicht machen können. Eine juristische Begleitung des Vorhabens ist als fester Projektschritt vorgesehen. ### 5.4 Souveränität bis ins Update @@ -194,7 +198,7 @@ Datensouveränität endet nicht bei der Frage, wo Daten liegen – sie umfasst d ### 5.5 Nutzen wird gemessen, nicht behauptet -Die Verkürzung von Lernprozessen ist eine Vergleichsaussage – sie braucht einen Vergleichsmaßstab. Deshalb gehört zur Einführung bei jedem Endkunden die Erhebung einer Vergleichsbasis: heutige Onboarding-Dauern, Schulungsdurchlaufzeiten, Bestehensquoten. Gegen diese Basis werden die Wirkungen des Systems gemessen. Ergänzend misst das Qualitätsframework kontinuierlich die Systemqualität selbst: die Treffergüte der Suche gegen ein kundenspezifisches Testset, die Belegtreue der generierten Antworten – einschließlich der Frage, ob das System zuverlässig auf fehlende Materialdeckung hinweist, statt zu spekulieren – und ab Stufe 3 die Treffsicherheit der Kompetenzeinschätzungen. Sämtliche Wirkungskennzahlen werden aggregiert erhoben; sie dienen dem Nachweis des Produktnutzens, nicht der Bewertung einzelner Beschäftigter. +Die Verkürzung von Lernprozessen ist eine Vergleichsaussage – sie braucht einen Vergleichsmaßstab. Deshalb gehört zur Mandanten-Einführung bei jedem Endkunden die Erhebung einer Vergleichsbasis: heutige Onboarding-Dauern, Schulungsdurchlaufzeiten, Bestehensquoten. Gegen diese Basis werden die Wirkungen des Systems gemessen. Ergänzend misst das Qualitätsframework kontinuierlich die Systemqualität selbst: die Treffergüte der Suche gegen ein kundenspezifisches Testset, die Belegtreue der generierten Antworten – einschließlich der Frage, ob das System zuverlässig auf fehlende Materialdeckung hinweist, statt zu spekulieren – und ab Stufe 3 die Treffsicherheit der Kompetenzeinschätzungen. Sämtliche Wirkungskennzahlen werden aggregiert erhoben; sie dienen dem Nachweis des Produktnutzens, nicht der Bewertung einzelner Beschäftigter. --- @@ -204,7 +208,7 @@ Die Verkürzung von Lernprozessen ist eine Vergleichsaussage – sie braucht ein Die vier Stufen werden sequenziell umgesetzt und einzeln abgenommen. Zwei Arbeitspakete sind bewusst vorgezogen: Gegen Ende von Stufe 2 startet ein Pilot des Wissensgraphen mit einem Referenzkurs – seine Erkenntnisse zu Detailtiefe und Prüfaufwand fließen in die Planung von Stufe 3 ein, bevor diese festgelegt wird. Parallel beginnt die juristische Begleitung, sodass die regulatorische Ausstattung vorliegt, bevor Stufe 3 produktiv geht. Die Video-Erschließung läuft bereits in Stufe 1 als paralleler Strang: Die Suche geht mit Textmaterial produktiv, Videos folgen fortlaufend. -Zur Einführung bei jedem Endkunden gehört ein standardisierter Ablauf: +Zur Mandanten-Einführung bei jedem Endkunden gehört ein standardisierter Ablauf: 1. Erhebung der Vergleichsbasis, 2. Aufbau des kundenspezifischen Qualitäts-Testsets, @@ -221,7 +225,9 @@ Das Konzept ist auf Partnerschaft angelegt; drei Beiträge von mastersolution si 1. ein Referenzkurs samt Materialbestand für den Graph-Piloten – idealerweise ein Kurs mit Video-Anteil und klar abgrenzbarem Fachgebiet, 2. Zugang zu Fachexpertise für die Prüfsitzungen des Piloten, um Prüfaufwand und Werkzeugbedarf realistisch zu ermitteln, -3. Mitwirkung an der Vergleichsbasis – Kennzahlen zu heutigen Schulungs- und Onboarding-Prozessen, damit der Nutzen des Systems später belegbar ist. Für den Produktbetrieb gilt die bewährte Arbeitsteilung: Die fachliche Hoheit über Inhalte und Kompetenzmodelle liegt beim jeweiligen Endkunden, die Werkzeug- und Plattformhoheit bei mastersolution. +3. Mitwirkung an der Vergleichsbasis – Kennzahlen zu heutigen Schulungs- und Onboarding-Prozessen, damit der Nutzen des Systems später belegbar ist. + +Für den Produktbetrieb gilt die bewährte Arbeitsteilung: Die fachliche Hoheit über Inhalte und Kompetenzmodelle liegt beim jeweiligen Endkunden, die Werkzeug- und Plattformhoheit bei mastersolution. ### 6.4 Zu klärende Punkte