Überarbeitung der Planung für AP1
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# Grobplanung Stufe 1 „Souveräne Suche" (AP-01, Punkt 2)
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**Vertraulichkeit:** intern
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**Kein Kundendokument.** Die Erstellung einer Kundenfassung ist bewusst zurückgestellt und wird nach der internen Diskussion entschieden. Bis dahin ist dieses Dokument nicht zur Weitergabe bestimmt; es enthält Kapazitäts-, Risiko- und Verhandlungseinschätzungen, die intern bleiben.
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**Bezug:** Internes Konzeptdokument v0.5 (Abschnitte 5.1, 5.5, 5.6, 6.2, 6.3, 6.7, 6.9, 7.2, 7.3); Entscheidungsvorlage O1 – Intern v0.3 (Kapitel 6, 8, Anhang A); AP-01 Nächste Schritte per 05.08.2026, Punkt 2
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|erstellt durch:|d-opt GmbH<br>Oberneumarker Str. 59 <br>08496 Neumark (Sachsen)|
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|erstellt von:|Florian Förster|
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|Erstellungsdatum:|05.08.2026|
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|geändert von:|Florian Förster|
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|Änderungsdatum:|05.08.2026|
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|Dokumentversion:|V0.3|
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## 1. Zweck, Geltungsbereich und Verbindlichkeit
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Dieses Dokument liefert die Grobplanung der Stufe 1 gemäß Dokument "AP-01 Nächste Schritte", dort Punkt 2: Umfangsschnitt, Aufwandsgrößenordnung, Kapazitätsszenarien, Meilensteinlogik und Risiken. Es ist Grundlage für die interne Diskussion über Priorisierung und Kapazität sowie für die Vorbereitung der kommerziellen Klärung (O7/O8) und der Kundenabstimmung.
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**Verbindlichkeit der Zahlen – vorangestellt, weil davon die richtige Verwendung abhängt:** Sämtliche Aufwandsangaben in diesem Dokument sind **Größenordnungen der Schätzklasse ±40–50 %** (Grobplanung vor Spezifikation). Basis ist eine Analogieschätzung mit Zuschlägen, nicht eine Bottom-up-Zerlegung; Verfahren, Herleitung und Begründung der Schätzklasse sind in Kapitel 5 vollständig dokumentiert und erlauben die eigenständige Fortschreibung. Die erste Revision der Schätzung erfolgt planmäßig nach Abschluss des Arbeitspakets AP1 (Gate G1, Kapitel 7). Zitierregel: Die Zahlen sind stets mit Klasse und Revisionsvorbehalt zu nennen, nie als Punktwerte.
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### 1.1 Planungsprämissen
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|Nr.| Prämisse |Herkunft / Status|
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|P-1| **Integrationsarchitektur:** eigenständiger Dienst mit standardbasierter Moodle-Kopplung (O1-Empfehlung Option C, ausgelegt als D). Die Kundenentscheidung steht aus; Sensitivität in Kapitel 8. |O1-Vorlage v0.3, Kap. 6|
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|P-2| **Team:** eine Person (28 h/Woche), breit aufgestellt, Einarbeitungsbedarf in Teilgebieten ohne Vorerfahrung (LTI/Web Services, ASR, Auslieferung). Planungsszenario: die 70 % stehen dem Vorhaben **vollständig** zur Verfügung; die Priorisierung gegenüber Parallelprojekten ist als Geschäftsführungsentscheidung herbeizuführen (Kapitel 6). |Stand 08/2026|
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|P-3| **PoC-Einordnung:** Der vorhandene PoC (hybrides Retrieval) ist Aufsetzpunkt – kein Beginn bei null, aber mit Neubau-Anteil, da er nicht nach den Anforderungen dieses Projekts (Berechtigungsfilterung auf Index-Einheit, Testabdeckung, Betreibbarkeit) erstellt wurde. Die Schätzung von AP2/AP3 trägt dem Rechnung. |Interne Einschätzung 08/2026|
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|P-4| **Video-Erschließung** ist gemäß E24 als abtrennbares Paket V ausgewiesen; die Kernzusage der Stufe 1 ist die dokumentenbasierte Suche. |Register E24|
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|P-5| **Externe Unterstützung** (Kollegin, promovierte Mathematikerin, max. 25 %) ist **nicht eingeplant**, sondern als Option geführt (Kapitel 6.3), da ihre Auslastung nicht gesichert ist. |Stand 08/2026|
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## 2. Umfangsschnitt
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### 2.1 Neuschnitt in Stufe 1a und 1b
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Die Konzept-Stufe 1 vermischt zwei Ziele: ein funktionierendes System für den ersten Mandanten und eine ausrollfähige Produktlinie. Unter der Kapazitätsrestriktion P-2 wird die Stufe deshalb in zwei sequenzielle Teilstufen geschnitten:
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**Stufe 1a – Souveräne Suche, erster Mandant.** Vollständige Kernfunktion (Suche mit Berechtigungstreue, Quellen und Absprung) für eine Betriebsform und einen Mandanten. Eigenständig vorführbar und verkaufbar im Sinne von E1.
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**Stufe 1b – Produktreife.** Volle Mandantenfähigkeit, zweite Betriebsform, Update-Gate, Mandanten-Einführungspaket. Zeitlich vor den **zweiten** Endkunden gezogen, nicht vor den ersten.
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Der Schnitt verschiebt keinen Umfang aus der Stufe heraus; er ordnet ihn nach dem Zeitpunkt des ersten Bedarfs. Die Datenmodell-Entscheidungen der Stufe 1a (Berechtigungs- und Klassifikationsattribute je Index-Einheit, Vorsorge für zeitgestempelte Segmente) werden so getroffen, dass 1b und Paket V ohne Umbau aufsetzen.
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### 2.2 Arbeitspakete
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| AP | Inhalt (Kurzform) | Teilstufe | Verantwortung |
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| ---- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | ------------------ | --------------------------------------------------------------------------------------------------- |
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| AP1 | Spezifikation, Architekturschnitt (oberflächenneutral gem. Option D), Datenmodell; **plus technischer Durchstich** (2.3) | 1a | d-opt |
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| AP2 | Ingestion & Index Text (HTML, PDF, Quizfragen als eigene Einheiten; Embedding; BM25; unterbrechungsfreie Reindizierung) | 1a | d-opt |
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| AP3 | Retrieval & Ranking in Produktionsreife (Score-Fusion, Cross-Encoder-Reranking, Latenzbudget, Null-Treffer-Verhalten) | 1a | d-opt |
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| AP4 | Berechtigungs- und Klassifikationsfilter auf Index-Einheiten-Ebene; Kurskontext-Sperre (E9) | 1a | d-opt |
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| AP5 | Moodle-Kopplung: K1 Inhaltszugriff (Web Services), K2 Identität/Berechtigungen (LTI 1.3 + Web Services), Rollenabbildung | 1a | geteilt: moodleseitige Artefakte bei mastersolution (O1-Vorlage 8.2), verbrauchende Seite bei d-opt |
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| AP6 | Adaptive Interface Suche (Eingabe, Ergebnisse, Quellen, Absprung Materialabschnitt; Barrierefreiheits-Grundlage) | 1a | d-opt |
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| AP7 | Evaluation & Telemetry, reduziert: Goldstandard je Mandant, nDCG/MRR/Null-Treffer/Latenz | 1a | d-opt |
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| AP9 | Auslieferung, reduziert: eine Betriebsform, versionierte Releases | 1a | d-opt |
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| AP11 | Projektführung, QS, Abnahme | 1a (anteilig 1b/V) | d-opt |
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| AP7+ | Erweiterung: Update-Gate, Offline-Lauffähigkeit | 1b | d-opt |
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| AP9+ | Erweiterung: Mandantenfähigkeit, zweite Betriebsform, Rollback | 1b | d-opt |
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| AP10 | Mandanten-Einführungspaket (Baseline, Goldstandard-Aufbau, Rollenmodell) als **stark geführter, weitgehend automatisierter Prozess** | 1b | geteilt: Prozess d-opt, Durchführung mastersolution – Ausgestaltung an O8 gebunden (Kapitel 9) |
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| AP8 | Video-Ingestion-Pipeline (ASR Whisper-Klasse, zeitgestempelte Segmente, Fachvokabular, Stichprobenprüfung); zzgl. V-Anteile in A6 (Timestamp-Absprung), A7 (ASR-Stichprobenprüfung), A10 (Fachvokabular-Verwaltung) | Paket V | d-opt |
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**Abtrennbarkeit von Paket V:** Die Schnittlinie läuft durch vier Pakete (AP6, AP7, AP8, AP10), nicht nur um AP8. Ausnahme mit Absicht: Die Datenmodell-Vorsorge für zeitgestempelte Segmente verbleibt im Kern (AP1/AP2) – gleiche Logik wie E9, nachträglicher Umbau der Index-Einheiten wäre teuer, die Vorsorge kostet fast nichts.
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### 2.3 AP1 als Kalibrierungspaket mit technischem Durchstich
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AP1 wird über die reine Spezifikation hinaus um einen schmalen End-zu-End-Durchstich erweitert: echtes Material über Moodle Web Services beziehen, indizieren, mit Berechtigungsfilter durchsuchen, Treffer mit Absprung anzeigen. Der Durchstich hat vier Funktionen zugleich:
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1. **Messung** der realen Umsetzungsgeschwindigkeit unter Parallelbelastung – der empirische Anker für die Revision der Gesamtschätzung (G1);
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2. **Prüfung** der kritischsten Fremdannahme: Umfang und Reife des Web-Service-Zugriffs (Annahme A3 der O1-Vorlage);
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3. **Neubewertung** des tatsächlich verwertbaren PoC-Anteils für AP2/AP3;
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4. **Vorzeigbares Ergebnis** für mastersolution nach wenigen Monaten statt am Ende der Teilstufe.
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AP1 ist zugleich das Paket, das sich für eine **separate Beauftragung** eignet (Kapitel 9).
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### 2.4 Bewusste Nicht-Ziele der Stufe 1
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- kein LLM, keine generierten Antworten (E3)
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- keine Graph-Schicht
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- kein Tracking, keine Lernereignisse
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- keine Workbench
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- keine Keyframe-Analyse (E5)
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- keine Verhaltenstelemetrie (E13)
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- keine volle Regulatorik-Ausstattung (Basis-Governance ab Stufe 2 gem. O1-Vorlage 8.3; Vorbehalt: Merkposten M-1, Kapitel 10).
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## 3. Aufwandsschätzung Stufe 1a
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Drei-Punkt-Schätzung je Arbeitspaket (optimistisch / wahrscheinlich / pessimistisch), Erwartungswert nach PERT-Gewichtung $(O + 4*W + P)/6$, gerundet. Personentage einer Fachkraft mit dem Profil aus P-2, einschließlich Tests, Review-Ersatzmaßnahmen und technischer Dokumentation. Herleitung und Grenzen in Kapitel 5.
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| AP | opt. | wahrsch. | pess. | **Erwartungswert** | Dominanter Treiber |
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| ---------------------------------------- | -------- | -------- | -------- | ------------------ | ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
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| AP1 Spezifikation + Durchstich | 25 | 32 | 45 | **33** | Schnittstellenschnitt muss Stufe 2–4 tragen; Durchstich gegen reale Moodle-Instanz |
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| AP2 Ingestion & Index (Text) | 35 | 45 | 65 | **47** | Neubau-Anteil trotz PoC (P-3); Chunking je Materialtyp; unterbrechungsfreie Reindizierung |
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| AP3 Retrieval & Ranking | 30 | 38 | 60 | **40** | Abstand Prototyp → Produktionsreife; Latenzbudget |
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| AP4 Berechtigungs-/Klassifikationsfilter | 25 | 40 | 70 | **43** | Korrektheit vs. Latenz (gespiegelte Berechtigungen vs. Live-Abfrage) – Entscheidung in A1, nicht in der Implementierung |
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| AP5 Moodle-Kopplung (d-opt-Anteil) | 25 | 40 | 75 | **43** | Reife des Web-Service-Zugriffs (Fremdabhängigkeit); Auflösungslücke LTI-Rollenvokabular; Einarbeitung |
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| AP6 Adaptive Interface (Suche) | 25 | 33 | 50 | **35** | Absprungmechanik gegen kundenspezifisch angepasste Oberflächen (R7) |
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| AP7 Evaluation (reduziert) | 15 | 20 | 30 | **21** | Goldstandard-Werkzeuge, Metrikpfad ohne Personenbezug |
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| AP9 Auslieferung (reduziert) | 10 | 15 | 25 | **16** | eine Betriebsform, Release-Weg |
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| Zwischensumme | 190 | 263 | 420 | **278** | |
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| AP11 Führung, QS, Abnahme (≈15 %) | 29 | 39 | 63 | **42** | |
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| **Stufe 1a gesamt** | **≈220** | **≈300** | **≈480** | **≈320 PT** | |
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**Stufe 1b** (AP7+, AP9+, AP10): Erwartungswert **≈63 PT** (Spanne 41–100), aufgeteilt in AP7+ ≈15, AP9+ ≈27, AP10 ≈13 PT zzgl. AP11-Zuschlag. Aufwandstreiber ist AP10: Da bei mastersolution nach eigener Aussage die Expertise für eine eigenständige Durchführung fehlt, muss das Einführungspaket stärker geführt und automatisiert sein als ursprünglich unterstellt – andernfalls fällt die Durchführung faktisch auf d-opt zurück und wird zur unbezahlten Dauerlast (Kapitel 9).
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**Paket V**: Erwartungswert **≈68 PT** (Spanne 44–107), aufgeteilt in AP8 ≈38, AP6-V ≈8, AP7-V ≈5, AP10-V ≈8 PT zzgl. AP11-Zuschlag; einschließlich Einarbeitungszuschlag ASR.
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**Gesamtsumme aller Blöcke** (1a + 1b + Paket V): Erwartungswert **≈451 PT**, Spanne 304–690.
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## 4. Was die Schätzung dominiert
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**AP4 ist das Herzstück, nicht AP3.** Der PoC liefert Retrieval; die Berechtigungsfilterung auf Index-Einheiten-Ebene ist neu und zugleich das Kernversprechen der Anforderungsliste. Sie ist der Punkt, an dem Korrektheit und Latenz gegeneinander stehen: Eine Prüfung, die je Anfrage gegen das LMS zurückfragt, ist korrekt und zu langsam; eine, die auf gespiegelten Berechtigungen arbeitet, ist schnell und hat ein Aktualitätsproblem. Diese Architekturentscheidung fällt in AP1.
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**AP5 trägt die größte Fremdabhängigkeit.** Die Spanne hängt weniger an der eigenen Arbeit als an der Frage, wie weit der Web-Service-Zugriff tatsächlich reicht. Bewährt er sich im Durchstich, liegt AP5 am unteren Rand; muss auf Export-Wege ausgewichen werden, sprengt es die Bandbreite und wirkt auf AP2 zurück.
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**AP2/AP3 ohne PoC-Rabatt.** Der PoC ist Aufsetzpunkt und Erfahrungsträger, aber die Produktionsreife (Berechtigungen im Datenmodell, Tests, Reindizierung, Betreibbarkeit) ist überwiegend Neubau nach Anforderungen, die der Prototyp nicht hatte. Die Werte liegen deshalb bewusst über der ersten Analogieschätzung.
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## 5. Schätzverfahren, Herleitung und Grenzen
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Dieses Kapitel ist so gefasst, dass die Schätzung eigenständig fortgeschrieben werden kann.
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### 5.1 Definition der drei Werte
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Je Arbeitspaket werden drei Werte gesetzt:
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|Wert|Definition|Kalibrierung|
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|---|---|---|
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|**O** – optimistisch|Alles Bekannte funktioniert im ersten Anlauf, keine Nacharbeit, keine Überraschung bei Fremdabhängigkeiten|tritt in etwa 1 von 10 Fällen ein – **nicht** der theoretische Bestfall|
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|**W** – wahrscheinlich|Der Wert, der bei zwanzig Wiederholungen des Pakets am häufigsten aufträte|**Modalwert, nicht Mittelwert** – der häufigste Fehler beim Ausfüllen|
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|**P** – pessimistisch|Bekannte Risiken treten ein, Nacharbeit fällt an, eine Annahme erweist sich als falsch|ebenfalls ca. 1 von 10 – **nicht** der Katastrophenfall (Personalausfall, Projektabbruch); solche Ereignisse gehören ins Risikoregister (Kap. 10), nicht in die Spanne|
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### 5.2 Gewichtung (PERT)
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Erwartungswert je Paket: $E = (O + 4*W + P) / 6$
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Der Modalwert wird vierfach gewichtet, die Randwerte einfach. Begründung: Aufwände sind rechtsschief verteilt – nach unten begrenzt die Arbeit selbst, nach oben ist Luft. Ein einfacher Mittelwert aus O und P unterschlüge den wahrscheinlichen Fall; die Vierfachgewichtung zieht das Ergebnis dorthin zurück, lässt aber die Rechtsschiefe wirken. Beispiel AP4: $(25 + 4*40 + 70)/6 = 42,5 \rightarrow 43$, also über dem Modalwert 40, weil die Aufwärtsspanne größer ist als die Abwärtsspanne.
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**Faustregel für die Spannenbreite:** P/O ≈ 1,5–1,7 bei vertrauter Arbeit, **2–3 bei fehlender Vorerfahrung** (hier AP4, AP5, AP8, AP9). Ergibt eine Neuschätzung durchgängig Werte um 1,5, ist das ein Warnzeichen – reale Unsicherheiten sind nicht gleichförmig.
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### 5.3 Herleitung der Ausgangswerte
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Analogieschätzung: typische Umfänge vergleichbarer Komponenten, relative Plausibilisierung der Pakete zueinander. Darauf angewandte Zuschläge: Einarbeitung 20–30 % auf Pakete ohne Vorerfahrung (AP5, AP8, AP9); Neubau-Anteil statt PoC-Rabatt in AP2/AP3 (P-3); verbreiterte Spannen nach 5.2. Zuschlag Projektführung/QS/Abnahme (AP11): 15 % auf die Zwischensumme.
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### 5.4 Begründung der Schätzklasse ±40–50 %
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Die in Kapitel 3 ausgewiesene Gesamtspanne (≈220 / ≈480 PT) ist die **Summe der O- bzw. P-Spalten**. Sie unterstellt, dass die Pakete gemeinsam gut oder gemeinsam schlecht laufen. Die alternative Rechnung – statistische Unabhängigkeit mit $\sigma = (P−O)/6$ je Paket und Addition der Varianzen – ergäbe ein Gesamt-σ von rund 17 PT und damit ein 2σ-Band von etwa 285–355 PT, also ±11 %.
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**Die Spaltensumme ist hier die richtige Darstellung**, weil die Paketrisiken stark korreliert sind: dieselbe Person, dieselbe Lernkurve, dieselbe Abhängigkeit vom Web-Service-Zugriff. Verläuft die Einarbeitung zäher als angenommen, betrifft das AP5, AP8 und AP9 gemeinsam. Die Unabhängigkeitsannahme wäre sachlich falsch und würde eine Präzision vortäuschen, die nicht besteht.
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Die deklarierte Klasse setzt sich damit aus zwei getrennt zu haltenden Quellen zusammen:
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1. **Korrelierte Paketstreuung** – die Spaltensumme, methodisch begründet;
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2. **Modellunsicherheit** – die Analogieschätzung selbst kann systematisch danebenliegen, da kein Kalibrierungsanker existiert.
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Quelle 2 entfällt mit Gate G1, Quelle 1 verengt sich lediglich. Zur Einordnung: ±40–50 % entspricht dem üblichen Genauigkeitsniveau einer Grobplanung vor Spezifikation; ±15–25 % sind erst nach Feinspezifikation erreichbar, Angebotsgenauigkeit erst nach abgeschlossener Detailplanung.
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### 5.5 Was der Schätzung fehlt – offen benannt
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Keine Kalibrierung an der tatsächlichen Umsetzungsgeschwindigkeit des Teams; keine Bottom-up-Zerlegung der Pakete (AP4 und AP5 sind dafür noch zu grob); keine verwertbaren Aufwandszahlen aus dem PoC. Die **Relationen** zwischen den Paketen sind belastbarer als die absoluten Werte.
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### 5.6 Fortschreibung der Schätzung
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Vorgehen bei eigenständiger Anpassung: O, W und P je Paket neu setzen → E nach 5.2 berechnen → E-Werte summieren → AP11 mit 15 % darauf addieren → Gesamtspanne weiterhin als Spaltensumme ausweisen, mit der Korrelationsbegründung aus 5.4 als Fußnote.
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**Nicht zulässig:** einen der drei Werte nachträglich so verändern, dass ein gewünschter Erwartungswert entsteht. Damit verlöre die Zahl genau die Eigenschaft, die sie in der Diskussion trägt.
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### 5.7 Begleitende Rechenmappe
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Die Schätzung liegt zusätzlich als Excel-Mappe „AP-02 Schätzung Stufe 1" vor (Blätter: Legende, Schätzung, Kapazität). Erwartungswerte, Zwischensummen, AP11-Zuschlag und die Kalenderszenarien sind dort als Formeln hinterlegt und ziehen beim Ändern von O, W und P automatisch nach. Bei Abweichungen zwischen Dokument und Mappe ist die Mappe maßgeblich; das Dokument wird zum jeweils nächsten Stand nachgezogen.
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**Korrekturhinweis zu V0.2:** Die Kalenderumrechnung in Kapitel 6 war in V0.2 durchgehend zu niedrig ausgewiesen (Rechenfehler bei der Umrechnung Personentage → Wochen). V0.3 enthält die korrigierten Werte; die Aufwandsschätzung selbst ist davon unberührt. Ebenfalls präzisiert: Stufe 1b und Paket V sind nun auf Einzelpakete aufgeteilt statt als Aggregat ausgewiesen.
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**Konsequenz für die Verwendung:** verbindliche Revision an Gate G1 (nach AP1) auf Basis der dann gemessenen Geschwindigkeit, des geprüften Web-Service-Zugriffs und des neu bewerteten PoC-Restwerts. Bis dahin sind die Zahlen Diskussions- und Priorisierungsgrundlage, keine Angebotsbasis.
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## 6. Kapazitätsszenarien und Kalenderrahmen
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### 6.1 Rechengrundlage
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28 h/Woche ≙ 3,5 PT/Woche Obergrenze (8 h je Personentag); ca. 44 produktive Wochen/Jahr. Die Werte sind in der begleitenden Rechenmappe als Eingaben hinterlegt und dort änderbar.
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|Szenario|PT/Woche|Stufe 1a bei Erwartungswert (≈320 PT)|bei pessimistischem Verlauf (≈480 PT)|
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|---|---|---|---|
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|S1: 70 %, hälftig neben Parallelprojekten|1,75|≈4,2 Jahre|≈6,3 Jahre|
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|**S2: 70 %, vollständig auf diesem Vorhaben**|3,5|**≈2,1 Jahre**|≈3,1 Jahre|
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|S3: 100 %, vollständig|5,0|≈1,5 Jahre|≈2,2 Jahre|
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|S4: 100 % + Kollegin (10 Std./Woche, nur abgegrenzte Pakete)|6,25|≈1,2 Jahre|≈1,8 Jahre|
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### 6.2 Einordnung
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**S1 ist kein Planungsszenario, sondern ein Auslaufszenario:** Bei 4,2+ Jahren für die erste Teilstufe hätte sich das Moodle-AI-Subsystem acht- bis zehnmal weiterentwickelt und der Wettbewerbsdruck, der das Vorhaben begründet, wäre entschieden. **S2 ist die Planungsgrundlage** (P-2); S3 ist die benannte Beschleunigungsoption, deren Aktivierung von der Auftragslage abhängt. Die Priorisierungsentscheidung S1 vs. S2 ist die eigentliche Frage der internen Diskussion – die Schätzung liefert dafür die Grundlage, beantworten kann sie sie nicht.
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### 6.3 Option externe Unterstützung (nicht eingeplant)
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Profil: promovierte Mathematikerin, Entwicklungserfahrung in Kundenprojekten, keine vertieften Software-Engineering-Praktiken; Verfügbarkeit max. 25 %, ungesichert. Sinnvoller Einsatz in dieser Reihenfolge: (1) **fachliche Reviewpartnerin** für das Berechtigungsmodell in AP4 – geringer Kapazitätsbedarf, adressiert das gravierendste Qualitätsrisiko; (2) Bauleistung nur in sauber abgegrenzten Paketen, bester Kandidat **AP8** (architektonisch entkoppelt), nachrangig AP6. Gemeinsame Arbeit an AP4 wird vermieden (Abstimmungsaufwand). Für Architektur- und Auslieferungsfragen (AP1, AP9) ist das Profil nicht der passende Review-Gegenpart.
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## 7. Meilensteinlogik: ereignisbasierte Gates statt Kalenderdaten
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Kalendertermine werden erst nach Gate G1 vergeben; bis dahin fehlt der empirische Anker (Kapitel 5). Die Abfolge ist verbindlich, die Daten sind es nicht.
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| Gate | Ereignis | Prüfinhalt / Entscheidung |
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| ------ | ------------------------------------------------------ | ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
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| **G0** | Startfähigkeit | Vorbedingungen erfüllt: Web-Service-Zugriff zugesagt und technisch eingerichtet; Moodle-Testinstanz mit repräsentativem Materialbestand verfügbar; Priorisierungsentscheidung S2 durch GF getroffen; O1 mit mastersolution entschieden oder Annahme P-1 kundenbestätigt |
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| **G1** | AP1 abgeschlossen (Spezifikation + Durchstich) | **Revision der Gesamtschätzung** (gemessene Geschwindigkeit, Web-Service-Reife, PoC-Restwert); Architekturentscheidung Berechtigungsprüfung (AP4) dokumentiert; Festpreisfrage für AP2–AP6 beantwortbar; erste Kalenderterminierung |
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| **G2** | Suchpfad steht (AP2, AP3, AP4 integriert) | Retrieval-Metriken gegen erstes Goldstandard-Set; Latenzbudget inkl. Berechtigungsprüfung eingehalten; Null-Treffer-Verhalten abgenommen |
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| **G3** | Stufe 1a abgeschlossen (AP5, AP6, AP7, AP9 integriert) | Abnahme gegen Abnahmekriterien aus AP1; vorführbar beim ersten Mandanten; Entscheidung über Start 1b und/oder Paket V |
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| **G4** | Stufe 1b abgeschlossen | Ausrollfähigkeit vor dem zweiten Endkunden: Mandantenfähigkeit, zweite Betriebsform, Update-Gate, Einführungspaket |
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Paket V kann nach G1 parallel beauftragt werden (Kandidat für Option 6.3); es hängt an keinem der Gates G2–G4.
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## 8. Sensitivität gegenüber der O1-Entscheidung
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Die Planung setzt Option C/D (P-1). Fällt die Kundenentscheidung abweichend auf Option B (Oberfläche als Placement), ändern sich **AP5 und AP6 substanziell**: Moodle-/PHP-Kompetenz wird erforderlich oder muss vollständig zu mastersolution wandern; hinzu kommt eine Testmatrix über heterogene Versionsstände und angepasste Oberflächen. Delta grob **+30 bis +60 PT**, überwiegend in einer Kompetenz, die heute bei keiner der beiden Parteien verfügbar ist – mastersolution hat kommuniziert, über die in den Dokumenten vorgesehenen Beiträge hinaus weder Kapazität noch Expertise einbringen zu können. Diese Aussage ist zugleich ein zusätzliches, vom Kunden selbst stammendes Sachargument für die O1-Empfehlung und gehört in die Kundenabstimmung. AP2, AP3, AP4, AP7, AP9 bleiben von der O1-Entscheidung unberührt. Die Sensitivität wird als benannte Delta-Position geführt, nicht als zweite Planungsvariante.
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## 9. Kommerzielle Konsequenzen (Vorbereitung O7/O8)
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**Festpreisnähe Stufe 1 – Einschätzung revidiert.** Die interne Einschätzung „Stufe 1 festpreisnah nach O1-Entscheidung" (Konzept 7.2) ist unter den Prämissen P-2/P-3 nicht mehr tragfähig: Einzelperson, hohe Unsicherheit in AP4/AP5, Einarbeitungsanteile, Schätzklasse ±40–50 %. Tragfähiger Weg: **AP1 als eigenständig beauftragtes Spezifikations- und Kalibrierungspaket** (gut schätzbar, geringes Risiko, schnelles vorzeigbares Ergebnis); nach G1 sind AP2–AP6 belastbar genug für eine Festpreisnähe. Diese Revision ist bei der Einpflege im Konzeptregister zu vermerken (Kapitel 11).
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**Ein-Personen-Risiko offen adressieren.** Das Vorhaben hängt über 1–2 Jahre an einer Verfügbarkeit. Gegenüber mastersolution wird das nicht verschwiegen, sondern durch Dokumentationsdisziplin und Übergabefähigkeit adressiert; der zugehörige Aufwand ist in AP11 enthalten. Eine offen benannte Laufzeit ist zugleich Verhandlungsposition: Sie macht Kapazität als begrenzenden Faktor sichtbar und begründet ein Budget für die Beschleunigungsoption S3.
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**AP10 in die O8-Verhandlung.** Die Verantwortungsmatrix (Konzept 5.5.2) ordnet die Durchführung der Mandanten-Einführung mastersolution zu; die kommunizierte Expertise-Lücke dort verschiebt faktisch Aufwand zu d-opt. Entweder wird das Einführungspaket entsprechend stärker automatisiert (eingepreist in 1b) oder die Durchführung wird als vergütete Leistung von d-opt vereinbart – stillschweigendes Hineinwachsen in unbezahlte Betriebsunterstützung ist zu vermeiden.
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## 10. Risiken und Merkposten
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| Nr. | Risiko / Merkposten | Wirkung | Behandlung |
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| R-G1 | Ein-Personen-Abhängigkeit (Krankheit, Wechsel, Auftragslage) | Vollstopp des Vorhabens | Dokumentationsdisziplin, Übergabefähigkeit (AP11); offene Kommunikation (Kap. 9); Option 6.3 als Teilabsicherung |
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| R-G2 | Web-Service-Zugriff unzureichend (O1-Annahme A3) | A5 sprengt Bandbreite, Rückwirkung auf A2; Rückfall auf Export-Wege | Prüfung im Durchstich (A1); Vorbedingung in G0 |
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| R-G3 | Berechtigungsarchitektur (A4): Korrektheit vs. Latenz falsch aufgelöst | Bricht das Kernversprechen oder das Latenzbudget | Architekturentscheidung in A1 mit dokumentierter Begründung; externes Review anstreben (6.3) |
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| R-G4 | Priorisierung rutscht faktisch in Szenario S1 | Laufzeit 4,2+ Jahre, Vorhaben verliert Relevanz | Explizite GF-Entscheidung als Vorbedingung G0; halbjährliche Überprüfung |
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| R-G5 | Schätzklasse wird intern/extern als Zusage gelesen | Kommerzieller Schaden, Vertrauensverlust | Zitierregel Kap. 1; Revision an G1 als geplanter Schritt kommuniziert |
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| M-1 | **Juristische Prüfung (an O3):** Ist die Zustimmung am Nutzungsort bereits bei rein retrievaler KI-Nutzung (Embedding-Modelle, kein LLM) fällig? Die O1-Vorlage (8.3) ordnet die Basis-Governance der Stufe 2 zu, begründet mit dem ersten LLM-Kontakt. | Bejahendenfalls verschiebt sich Governance-Aufwand aus Stufe 2 in Stufe 1a/1b | In die Beauftragung der juristischen Begleitung aufnehmen; bis zur Klärung bleibt die Zuordnung zu Stufe 2 bestehen |
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## 11. Vorschläge für das Entscheidungsregister
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Zur Einpflege in Konzeptdokument 8.2 (Nummern bei Einpflege gegen den Registerstand prüfen):
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| Nr. | Entscheidung | Begründung (Kurzform) | Abschnitt |
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| E-neu-1 | Stufe 1 geschnitten in 1a (erster Mandant) und 1b (Produktreife vor zweitem Endkunden); Datenmodell-Vorsorge für 1b und Paket V verbleibt in 1a | Kapazitätsrestriktion; früher Nutzennachweis vor Vollausbau; Umbauvermeidung analog E9 | dieses Dok., Kap. 2 |
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| E-neu-2 | AP1 als Kalibrierungspaket mit technischem Durchstich; verbindliche Schätzrevision an G1; Kalendertermine erst danach | Fehlender empirischer Anker; Prüfung der kritischsten Fremdannahme; Festpreisfähigkeit erst nach G1 | dieses Dok., Kap. 2.3, 5, 7 |
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| E-neu-3 | Einschätzung „Stufe 1 festpreisnah" (7.2) revidiert: Festpreisnähe erst für AP2–AP6 nach G1; AP1 separat beauftragbar | Einzelperson, Schätzklasse ±40–50 %, Unsicherheit AP4/AP5 | dieses Dok., Kap. 9 |
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Zugleich ist in "AP-01 Nächste Schritte" Punkt 2 als bearbeitet zu kennzeichnen, mit Verweis auf dieses Dokument; die Erstellung einer Kundenfassung bleibt als offener Folgeschritt vermerkt.
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@@ -0,0 +1,198 @@
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# Stufe 1 - Detaillierung AP1 – Spezifikation, Architekturschnitt und technischer Durchstich
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**Vertraulichkeit:** intern
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**Kein Kundendokument.** Enthält Einschätzungen zur eigenen Kompetenzlage und zum Vorgehen bei fehlender Architekturerfahrung. Eine daraus abgeleitete Leistungsbeschreibung für die Beauftragung von AP1 (O8) wäre gesondert zu erstellen.
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**Bezug:** AP-02 Grobplanung Stufe 1 „Souveräne Suche" V0.3, dort Kapitel 2.2 (AP1), 2.3 (Kalibrierungspaket), 3 (Schätzung), 7 (Gate G1); Internes Konzeptdokument v0.5, Abschnitte 5.1, 5.4, 6.2, 6.3, Kritikpunkt K6; Entscheidungsvorlage O1 – Intern v0.3
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| erstellt durch: | d-opt GmbH<br>Oberneumarker Str. 59 <br>08496 Neumark (Sachsen) |
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| erstellt von: | Florian Förster |
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| Erstellungsdatum: | 10.08.2026 |
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| geändert von: | Florian Förster |
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| Änderungsdatum: | 12.08.2026 |
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| Dokumentversion: | V0.1 |
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## 1. Zweck und Einordnung
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Dieses Dokument detailliert das Arbeitspaket AP1 aus der Grobplanung auf Teilaufgabenebene. Anlass: AP1 ist das erste beauftragbare Paket, dient als Pilotierung und liefert mit Gate G1 den empirischen Anker für die Revision der Gesamtschätzung. Seine Zusammensetzung muss deshalb nachvollziehbar sein, bevor über die Beauftragung entschieden wird.
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**Verbindlichkeit:** Die Aufwandswerte übernehmen die Schätzklasse der Grobplanung (±40–50 %). Die Teilaufgaben-Werte summieren sich auf die dort ausgewiesenen 25 / 32 / 45 PT; sie sind eine Zerlegung, keine Neuschätzung.
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**Geltungsbereich:** AP1 endet mit Gate G1. Was danach folgt (AP2 ff.), ist nicht Gegenstand dieses Dokuments.
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## 2. Rolle von AP1 im Gesamtvorhaben
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AP1 erfüllt vier Funktionen gleichzeitig – das ist der Grund für den Zuschnitt als Spezifikation **plus** Durchstich und nicht als reines Konzeptpaket:
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1. **Festlegung der nicht umkehrbaren Entscheidungen** (Kapitel 4), bevor darauf aufgebaut wird;
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2. **Messung** der realen Umsetzungsgeschwindigkeit unter Parallelbelastung – Grundlage der Schätzrevision an G1;
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3. **Prüfung der kritischsten Fremdannahme**: Umfang und Reife des Moodle-Web-Service-Zugriffs (Annahme A3 der O1-Vorlage, Risiko R-G2 der Grobplanung);
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4. **Vorzeigbares Zwischenergebnis** für mastersolution nach wenigen Monaten statt am Ende der Teilstufe.
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## 3. Teilaufgaben und Aufwand
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| Nr. | Teilaufgabe | O | W | P | Ergebnisartefakt |
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| AP1.1 | Anforderungsdetaillierung und Abnahmekriterien Stufe 1a | 3 | 4 | 6 | Spezifikation Stufe 1a mit messbaren Abnahmekriterien |
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| AP1.2 | Schnittstellenschnitt (Vertrag des Dienstes) | 3 | 4 | 6 | Schnittstellenvertrag V1 (Operationen, Fehlerfälle, Versionierung) |
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| AP1.3 | Datenmodell der Index-Einheit | 2 | 3 | 5 | Datenmodell V1 inkl. Berechtigungs-, Klassifikations- und Timestamp-Attributen |
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| AP1.4 | Entscheidung Berechtigungsprüfung (mit Messung) | 3 | 4 | 7 | Entscheidungsnotiz D3 mit Messwerten |
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| AP1.5 | **Technischer Durchstich (Implementierung)** | **11** | **13** | **16** | Lauffähiger Durchstich gegen Moodle-Testinstanz |
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| AP1.6 | Dokumentation, Messprotokoll, Schätzrevision | 3 | 4 | 5 | Entscheidungsnotizen, Messprotokoll, revidierte Schätzung für G1 |
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| | **Summe AP1** | **25** | **32** | **45** | |
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**Verteilung:** Rund 40 % des Aufwands (AP1.5) ist Implementierung. Auf das, was klassisch „Architekturarbeit" heißt (AP1.2–AP1.4), entfallen etwa 11 Tage. AP1 ist damit kein Konzeptpaket mit angehängtem Prototyp, sondern ein Bau-Paket mit vorgeschalteten Festlegungen.
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## 4. Die drei nicht umkehrbaren Entscheidungen
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Architekturentscheidungen unterscheiden sich in ihrer Rücknehmbarkeit. **Zweibahnig** heißt: später mit überschaubarem Aufwand korrigierbar – Wahl der Embedding-Bibliothek, Aufbau der Suchmaske, Wahl des Web-Frameworks. **Einbahnig** heißt: eine Korrektur kostet ein Vielfaches, weil alles Nachfolgende darauf aufgesetzt hat. Nur die einbahnigen Entscheidungen rechtfertigen den Aufwand in AP1; alle übrigen werden bewusst offen gelassen und im Bauverlauf entschieden.
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### D1 – Datenmodell der Index-Einheit (AP1.3)
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**Zu entscheiden:** Welche Attribute trägt eine Index-Einheit? Insbesondere: Berechtigungsattribute, Klassifikationsattribute (Kurskontext-Sperre, E9), Herkunftsangaben für den Absprung, Zeitstempel-Vorsorge für Paket V.
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**Warum einbahnig:** Fehlt ein Attribut, ist nicht das Hinzufügen des Feldes teuer, sondern der Neuaufbau des gesamten Indexbestands und die Nachziehung jeder Abfrage, die daran vorbeigebaut wurde. Dieselbe Logik hat das Register bereits bei E9 angewandt.
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**Bewusste Ausnahme:** Die Timestamp-Vorsorge bleibt auch dann im Datenmodell, wenn Paket V nicht beauftragt wird (Grobplanung 2.2).
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### D2 – Schnittstellenschnitt (AP1.2)
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**Zu entscheiden:** Welche Operationen bietet der Dienst nach außen, wie werden Fehlerfälle und Nulltreffer signalisiert, wie wird versioniert?
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**Warum einbahnig:** Der Schnitt muss die Stufen 2 bis 4 tragen. Trennt er Retrieval und Antwortgenerierung nicht sauber, wird er beim Hinzutreten des LLM in Stufe 2 umgebaut – samt allem, was mastersolution bis dahin daran angeschlossen hat. Der Aufwand liegt nicht im Aufschreiben, sondern im Durchspielen der drei künftigen Stufen gegen den heutigen Entwurf.
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**Prüffragen, die der Entwurf beantworten muss:**
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- Lässt sich in Stufe 2 eine generierte Antwort ergänzen, ohne die bestehenden Operationen zu ändern?
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- Bleibt der Nachschlage-Pfad unabhängig von den Stufe-3/4-Komponenten (Konzept 5.4)?
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- Ist der Schnitt oberflächenneutral im Sinne der O1-Option D, also gegenüber einer späteren Einbettung in eine andere Oberfläche unverändert verwendbar?
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### D3 – Verfahren der Berechtigungsprüfung (AP1.4)
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**Zu entscheiden:** Wird je Suchanfrage live gegen Moodle geprüft, oder wird auf gespiegelten Berechtigungen gearbeitet – und mit welcher Aktualisierungsfrequenz?
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**Warum einbahnig:** Die Entscheidung bestimmt den Zuschnitt von AP4, dem teuersten und riskantesten Paket, und wirkt auf AP2 und AP5 zurück.
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**Warum nicht am Schreibtisch entscheidbar:** Beide Wege haben je einen Nachteil, dessen Größe nur messbar ist – die Live-Abfrage kostet Latenz, die Spiegelung erzeugt ein Aktualitätsfenster, in dem ein Nutzer etwas sehen kann, das er nicht mehr sehen darf. Beide Größen sind zu messen, nicht zu schätzen.
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**Messplan:**
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1. Antwortzeit einer Berechtigungsabfrage gegen die Moodle-Testinstanz, Median und oberes Perzentil, bei mindestens zwei Lastniveaus;
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2. Anzahl der je Suchanfrage nötigen Abfragen bei realistischer Trefferzahl;
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3. daraus Hochrechnung des Latenzanteils der Prüfung am Gesamtbudget;
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4. für die Spiegelvariante: Aufwand und Dauer eines Abgleichs sowie das resultierende Aktualitätsfenster.
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**Abzuleitendes Kriterium:** Das Latenzbudget für Stufe 1 ist in AP1.1 festzulegen und in AP1.4 gegen die Messwerte zu prüfen. Das Konzept operationalisiert die Anforderung „Geschwindigkeit" bislang nicht (Kritikpunkt K6); AP1 schließt diese Lücke für Stufe 1.
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## 5. Technischer Durchstich (AP1.5)
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**Ziel:** ein schmaler, aber vollständiger End-zu-End-Pfad – nicht ein Funktionsumfang, sondern eine Durchgängigkeit.
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**Im Umfang:**
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- Anbindung an eine Moodle-Testinstanz über Web Services; Bezug von Material **eines** Materialtyps;
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- Indizierung nach dem Datenmodell aus D1;
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- Suche mit wirksamem Berechtigungsfilter nach dem Verfahren aus D3;
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- minimale Ergebnisdarstellung mit Quellenangabe und Absprung in das Material;
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- Messpunkte für Latenz und Web-Service-Verhalten.
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**Nicht im Umfang:** mehrere Materialtypen, Cross-Encoder-Reranking, unterbrechungsfreie Reindizierung, Goldstandard und Metrikpfad, Mandantenfähigkeit, Barrierefreiheit, produktionsreife Fehlerbehandlung, Testabdeckung im Zielumfang. Diese gehören zu AP2–AP9 und werden im Durchstich bewusst weggelassen.
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**Abnahmekriterien:**
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1. Eine Suchanfrage eines Testnutzers liefert ausschließlich Treffer aus Material, auf das dieser Nutzer in Moodle Zugriff hat;
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2. ein Testnutzer ohne Zugriff erhält für dieselbe Anfrage keine Treffer aus dem geschützten Material;
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3. der Absprung führt in das korrekte Material an der erwarteten Stelle;
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4. die Messpunkte aus D3 liefern verwertbare Werte.
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Kriterium 2 ist das eigentliche Abnahmekriterium des Durchstichs: Es prüft die Kernzusage des Produkts, nicht die Suchfunktion.
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## 6. Vorgehen bei fehlender Architekturerfahrung
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Die drei Entscheidungen aus Kapitel 4 setzen keine langjährige Architekturerfahrung voraus, aber sie verlangen eine andere Methode als das Entscheiden aus Erfahrung.
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**Entscheiden aus Messung statt aus Erfahrung.** Genau deshalb ist der Durchstich Teil von AP1 und nicht ein Folgepaket. Wo eine Entscheidung an einer unbekannten Größe hängt, wird die Größe gemessen, bevor entschieden wird. Das ist auch für erfahrene Architekten der methodisch sauberere Weg; hier ist er zusätzlich notwendig.
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**Entscheidungsnotizen.** Je Entscheidung eine kurze Notiz mit Kontext, betrachteten Alternativen, getroffener Wahl und Begründung – Umfang etwa eine halbe Seite. Zweck: Sie ist in achtzehn Monaten die einzige Erklärung, warum etwas so gebaut wurde, und sie adressiert unmittelbar das Übergaberisiko R-G1 der Grobplanung. Der Aufwand ist in AP1.6 enthalten.
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**Gezielte Zweitmeinung.** Für D3 ist das Profil der Kollegin passgenau: Die Frage ist im Kern ein Konsistenz- und Aktualitätsproblem, keine Softwareentwicklungsfrage. Für D1 ist eine Zweitmeinung nützlich, für D2 weniger geeignet (Grobplanung 6.3). Der Zeitbedarf ist gering und in AP1.4 abgedeckt; die Verfügbarkeit ist nicht gesichert (P-5) und wird nicht eingeplant.
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**Bewusst offen lassen.** Alles Zweibahnige wird in AP1 nicht entschieden. Die häufigste Fehlerquelle bei erstmaliger Architekturarbeit ist nicht die zu späte, sondern die zu frühe und zu umfangreiche Festlegung.
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## 7. Ergebnisartefakte und Abschluss (Gate G1)
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|Artefakt|Aus|Verwendung danach|
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|---|---|---|
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|Spezifikation Stufe 1a mit Abnahmekriterien|AP1.1|Abnahmegrundlage G3|
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|Schnittstellenvertrag V1|AP1.2|Grundlage AP5, AP6; Abstimmung mit mastersolution|
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|Datenmodell V1|AP1.3|Grundlage AP2, AP4; Vorsorge für 1b und Paket V|
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|Entscheidungsnotizen D1–D3|AP1.2–1.4, 1.6|Nachvollziehbarkeit, Übergabefähigkeit|
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|Lauffähiger Durchstich|AP1.5|Vorführung; technische Basis für AP2 ff.|
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|Messprotokoll (Latenz, Web-Service-Verhalten, Geschwindigkeit)|AP1.4–1.6|Eingang in die Schätzrevision|
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|Revidierte Schätzung Stufe 1a|AP1.6|Festpreisfähigkeit AP2–AP6 (Grobplanung Kap. 9)|
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**Messung der eigenen Geschwindigkeit – Vorgehen:** Je Teilaufgabe werden die tatsächlich aufgewendeten Personentage sowie die Anzahl und Dauer der Unterbrechungen durch Parallelprojekte erfasst. Daraus ergeben sich zwei Kennzahlen für G1: die **effektiv verfügbaren PT je Woche** (Abgleich mit dem Kapazitätsszenario S2 der Grobplanung) und der **Schätzfaktor** als Verhältnis von tatsächlichem zu geschätztem Aufwand je Teilaufgabe. Beide gehen in die Revision der Pakete AP2–AP9 ein.
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## 8. Vorbedingungen für den Start von AP1
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Aus Gate G0 der Grobplanung, hier auf AP1 bezogen:
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|Nr.|Vorbedingung|Verantwortlich|
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|---|---|---|
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|V-1|Moodle-Testinstanz mit repräsentativem Materialbestand verfügbar|mastersolution|
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|V-2|Web-Service-Zugriff eingerichtet, Testnutzer mit unterschiedlichen Rollen und Kurszugehörigkeiten angelegt|mastersolution|
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|V-3|Priorisierungsentscheidung gemäß Szenario S2 getroffen|Geschäftsführung d-opt|
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|V-4|O1 entschieden oder Planungsannahme P-1 kundenbestätigt|mastersolution / d-opt|
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V-1 und V-2 sind hart: Ohne sie ist AP1.4 nicht messbar und AP1.5 nicht durchführbar; AP1 fiele auf ein reines Konzeptpaket zurück und verlöre seine Kalibrierungsfunktion.
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## 9. Risiken innerhalb von AP1
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|Nr.|Risiko|Wirkung|Behandlung|
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|---|---|---|---|
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|R-AP1-1|Web-Service-Zugriff reicht nicht für Materialbezug oder Berechtigungsabfrage (R-G2)|D3 nicht entscheidbar, Rückfall auf Export-Wege, Rückwirkung auf AP2/AP5|Früh im Durchstich prüfen – vor der Indizierungsarbeit; Zwischenstand an mastersolution|
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|R-AP1-2|Der Durchstich wächst zum Prototyp aus (Umfangsdrift)|AP1 sprengt die Spanne, Kalibrierungswert sinkt|Negativliste in Kapitel 5 als verbindliche Abgrenzung; Abnahme nur gegen die vier Kriterien|
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|R-AP1-3|Zu frühe Festlegung zweibahniger Entscheidungen|Aufwand ohne Nutzen, spätere Bindung ohne Notwendigkeit|Beschränkung der Entscheidungsnotizen auf D1–D3|
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|R-AP1-4|Testmaterial nicht repräsentativ (zu wenige Rollen, zu homogene Inhalte)|Berechtigungsprüfung wird scheinbar bestanden|Anforderung an V-1/V-2 präzisieren: mindestens zwei Rollen, mindestens ein geschützter und ein offener Kursbereich|
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## 10. Kürzungsoptionen
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Falls der Umfang von AP1 reduziert werden muss:
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**Kürzbar (zusammen 3–4 PT):** Abnahmekriterien knapper fassen (AP1.1) und die Dokumentation auf D1–D3 beschränken (AP1.6).
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**Nicht kürzbar:** AP1.4 und AP1.5. Sie sind der Grund, warum AP1 als Kalibrierungspaket taugt – ohne Messung fehlt der empirische Anker für G1, ohne Durchstich die Prüfung der Fremdannahme. Eine Kürzung hier spart wenige Tage und entwertet das gesamte Paket.
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## 11. Offene Punkte
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|Nr.|Punkt|Klärung durch|
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|---|---|---|
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|OP-1|Festlegung des Latenzbudgets für Stufe 1 (Konzept K6)|AP1.1, intern|
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|OP-2|Auswahl des Materialtyps für den Durchstich|AP1.1, gemeinsam mit mastersolution|
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|OP-3|Verfügbarkeit der Kollegin für die Zweitmeinung zu D3|intern, vor Beginn AP1.4|
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|OP-4|Ob AP1 separat beauftragt oder als Teil eines Gesamtauftrags geführt wird|O8|
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# Beteiligungsoptionen mastersolution – internes Argumentationspapier
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**Vertraulichkeit:** intern
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**Kein Kundendokument.** Dieses Papier bereitet die Argumentation gegenüber mastersolution vor. Es enthält Hypothesen über deren Kompetenz- und Kapazitätslage, die aus öffentlich zugänglichen Quellen konstruiert sind, sowie eine Einschätzung des Marktdrucks, die in dieser Direktheit nicht für die Weitergabe bestimmt ist. Eine Kundenfassung wäre gesondert zu erstellen und müsste die Hypothesen in Fragen überführen.
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**Bezug:** AP-02 Grobplanung Stufe 1 „Souveräne Suche" V0.3 (Kapitel 2, 3, 6, 7, 9, 10); AP-03 Detaillierung AP1 V0.1; Unternehmensprofil mastersolution AG (01-2); Internes Konzeptdokument v0.5 (5.5.2, 7.2); Entscheidungsvorlage O1 – Intern v0.3
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|erstellt durch:|d-opt GmbH<br>Oberneumarker Str. 59 <br>08496 Neumark (Sachsen)|
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|erstellt von:|Florian Förster|
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|Erstellungsdatum:|12.08.2026|
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|geändert von:|Florian Förster|
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|Änderungsdatum:|12.08.2026|
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|Dokumentversion:|V0.2|
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## 1. Anlass und Zielsetzung
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mastersolution hat kommuniziert, über die in den bisherigen Dokumenten vorgesehenen Beiträge hinaus keine Kapazitäten einbringen zu können und dass im Haus die Expertise für weitergehende Beiträge fehle. Die Grobplanung hat diese Aussage als Prämisse übernommen und daraus einen Kalenderrahmen von rund 2,1 Jahren allein für Stufe 1a abgeleitet (Szenario S2).
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Dieses Papier prüft die Prämisse und zeigt auf, welche Wirkung eine stärkere Beteiligung hätte. **Zielsetzung ist nicht, die Aussage zu widerlegen, sondern eine informierte Entscheidung zu ermöglichen:** Die Aussage „keine Ressourcen" wurde getroffen, bevor die Laufzeitfolgen quantifiziert vorlagen. Erst mit den Zahlen dieses Papiers kann mastersolution abwägen, ob die Ressourcenentscheidung angesichts der Zeitfolgen Bestand haben soll.
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**Wichtige Unterscheidung, die in der Argumentation durchzuhalten ist:** Aus dem Unternehmensprofil lässt sich das Vorhandensein **technischer Expertise** in mehreren relevanten Feldern belegen. Über **freie Kapazität** sagt das nichts. Die Aussage von mastersolution ist damit nicht widerlegt – präzisiert wird lediglich, dass es sich um eine Kapazitäts-, nicht um eine Kompetenzfrage handelt. Wird das vermischt, wirkt die Argumentation wie ein Widerspruch zur Kundenaussage und verliert ihre Wirkung.
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**Änderungsvermerk V0.2:** Die Gesamtstand-Angaben der Fassung V0.1 waren durchgehend fehlerhaft umgerechnet (u. a. „Halbierung von 3,3 auf 1,6 Jahre"; korrekt: Verkürzung von ≈2,9 auf ≈1,8 Jahre, rund 40 %). Weitere Präzisierungen: Untergrenzen-Begründung ohne den bei einer Einzelperson unpassenden Begriff des kritischen Pfades (3.1), B1-Entlastung mit offengelegter Zerlegung als Spanne, B3 mit F-5-Vorbehalt für den ASR-Teil und realistischer Überlappung statt Vollgleichzeitigkeit, Abstimmungs- um Abnahmeaufwand ergänzt (8–12 PT). Die Stufe-1a-Werte der Varianten B0/B1 sind unverändert; B2/B3 verschieben sich durch die Präzisierungen leicht nach oben.
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## 2. Kompetenzhypothesen aus dem Unternehmensprofil
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**Quellenlage und Verlässlichkeit:** Die folgenden Zuordnungen sind aus dem Unternehmensprofil (01-2) abgeleitet, das seinerseits auf Produktdokumentation, Bereitstellungsmodellen und ausgewerteten Stellenanzeigen beruht. Sie sind **Hypothesen, keine Feststellungen**. Kapitel 6 enthält die Fragen zu ihrer Verifikation.
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|Nr.|Beleg aus dem Profil|Trifft auf Arbeitspaket|Belastbarkeit|
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|H-1|DevOps-Team mit Docker, Kubernetes, Helm-Charts, CI/CD über GitLab-CI, GitHub Actions, Jenkins; Auslieferung wahlweise in zertifizierte deutsche Rechenzentren oder On-Premise auf Kundenhardware|**AP9 / AP9+** – deckungsgleich mit „eine Codebasis für zwei Betriebsformen"|hoch (eigene Stellenausschreibung)|
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|H-2|Moodle-PHP-Kern von _mastersolution ONE_, PostgreSQL/MariaDB; nachgewiesen tief angepasste Instanzen (_didab_, _unika_) mit eigenen Templates|**AP5** moodleseitig; Testmatrix über Versionsstände|hoch|
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|H-3|_VMS_ als DSGVO-konforme Videoplattform; _FOCUS_ mit Mehrkameraaufzeichnung und Schnittsoftware|**Paket V** – Videohandling, Transkodierung, Speicherlogik|mittel (Videohandling ≠ ASR-Pipeline)|
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|H-4|_didab_/_unika_ speziell für Menschen mit Behinderung, angepasste Templates und Bedienkonzepte|**AP6** – Barrierefreiheits-Grundlage|mittel|
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|H-5|Direkter Endkundenzugang, branchenspezifische Kurspakete, Erfahrung in der Kundeneinführung|**AP7** Goldstandard-Aufbau, **AP10** Einführungspaket|hoch|
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|H-6|Kompetenz in Retrieval-Verfahren, Ranking, Embedding-Modellen, Berechtigungsarchitektur|**AP2, AP3, AP4**|**nicht belegt** – das Profil weist KI-Integrationen ausdrücklich als reaktive Anbindung externer Frameworks aus, nicht als eigene Entwicklung|
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**H-6 ist der wichtigste Eintrag der Tabelle.** Er bestätigt die Aussage von mastersolution für genau den Bereich, der den Kern des Vorhabens ausmacht – und begründet zugleich, warum die Pakete AP1 bis AP4 unter keiner Beteiligungsvariante abgegeben werden. Das ist kein Zugeständnis, sondern die Geschäftsgrundlage: Dort liegt das Alleinstellungsmerkmal von d-opt.
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## 3. Entlastung ist nicht Verkürzung
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Der zentrale Punkt für die Argumentation, weil ein Missverständnis hier die gesamte Wirkung zunichtemacht:
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**Zuarbeit reduziert Aufwand. Nur Parallelität verkürzt Kalenderzeit.**
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Solange mastersolution zuarbeitet, aber d-opt jedes Paket selbst fertigstellt, sinkt die Personentagezahl – die Reihenfolge bleibt jedoch dieselbe, und damit bleibt der Kalenderrahmen weitgehend erhalten. Erst wenn ein Arbeitspaket vollständig übergeht und **zeitgleich** zu d-opts Arbeit bearbeitet wird, verkürzt sich die Laufzeit überproportional.
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### 3.1 Die zwei Untergrenzen
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Bei einer Einzelperson gibt es keinen kritischen Pfad im Sinne der Mehrpersonenplanung – alles läuft ohnehin sequenziell. Die Untergrenze der Laufzeit ergibt sich schlicht aus dem Aufwand, der bei d-opt verbleiben muss. Davon gibt es zwei Lesarten:
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**Theoretische Untergrenze – nur der Kern (AP1–AP4):** 163 PT zuzüglich anteiliger Projektführung, rund **187 PT**. Sie unterstellt, dass alles Übrige abgegeben werden könnte. Das ist unrealistisch: Die verbrauchende Seite von AP5 ist Code im d-opt-Dienst selbst, und AP7 (Retrieval-Metriken, Goldstandard) liegt nach derselben Logik wie H-6 im Kernkompetenzfeld von d-opt.
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**Praktische Untergrenze – Kern plus AP5 (verbrauchende Seite) und AP7:** rund **260 PT** einschließlich Abnahme der übernommenen Pakete. Das entspricht exakt der Variante B2 – sie ist damit nicht eine von drei frei gewählten Stufen, sondern das Maximum dessen, was sich an Stufe 1a überhaupt abgeben lässt. B3 wirkt ausschließlich auf Stufe 1b und Paket V.
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|Untergrenze|Aufwand d-opt|Laufzeit S2|Laufzeit S3|
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|theoretisch (nur AP1–AP4)|≈187 PT|≈1,2 Jahre|≈0,85 Jahre|
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|praktisch (= B2)|≈260 PT|≈1,7 Jahre|≈1,2 Jahre|
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**Keine Beteiligung von mastersolution kann Stufe 1a unter die praktische Grenze drücken.** Das ist in der Argumentation offen zu benennen – es macht sie glaubwürdig und verhindert, dass überzogene Erwartungen geweckt werden, an denen das Vorhaben später gemessen wird.
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## 4. Drei Ausbaustufen der Beteiligung
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Alle Angaben in Personentagen für d-opt, Erwartungswerte, Schätzklasse ±40–50 % gemäß Grobplanung Kapitel 5. Laufzeiten im Kapazitätsszenario S2 (3,5 PT/Woche, 44 produktive Wochen).
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### B0 – Referenz: Beteiligung wie bisher vorgesehen
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mastersolution stellt die moodleseitigen Artefakte für AP5 (LTI-Registrierung, Web-Service-Konfiguration, Rollen), die Testinstanz und den Materialbestand sowie die Durchführung von AP10.
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Stufe 1a: **≈320 PT** bei d-opt · Laufzeit **≈2,1 Jahre**
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### B1 – Zuarbeit
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Zusätzlich zu B0:
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- **AP5:** ein Ansprechpartner mit Moodle-/PHP-Kenntnis für Rückfragen, Rollenmodell und Web-Service-Konfiguration, nicht nur als Einmallieferung (H-2) – Entlastung **8–14 PT**. Ein Ansprechpartner spart Einarbeitungs- und Suchzeit, nimmt aber keine Implementierungsarbeit ab; mehr als ein Drittel des Pakets ist so nicht erreichbar;
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- **AP9:** Bereitstellung vorhandener Container- und CI/CD-Vorlagen aus dem eigenen Betrieb, statt Neuaufbau bei d-opt (H-1) – Entlastung **4–8 PT**;
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- **AP6:** Zuarbeit aus der _didab_-Erfahrung zu Barrierefreiheitsanforderungen (H-4) – Entlastung **3–8 PT**.
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Entlastung **15–30 PT** (mit AP11-Anteil 17–35 PT) · Stufe 1a: **≈285–305 PT** · Laufzeit **≈1,9–2,0 Jahre**
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**Aufwand für mastersolution:** gering, punktuell, kein abgestelltes Personal. **Wirkung: ein bis drei Monate.** Diese Variante ist als Einstieg realistisch, löst das Zeitproblem aber erkennbar nicht – gerade das macht sie im Gespräch zum Beleg, dass Zuarbeit allein nicht genügt.
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### B2 – Paketübernahme
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mastersolution übernimmt **AP6** (Adaptive Interface Suche) und **AP9** (Auslieferung) vollständig als eigenverantwortliche Arbeitspakete gegen den Schnittstellenvertrag aus AP1; zusätzlich die Zuarbeit zu AP5 aus B1.
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d-opt behält AP1–AP5 und AP7. Stufe 1a: **≈260 PT** – darin enthalten **8–12 PT** für Abstimmung sowie Abnahme- und Integrationsprüfung der übernommenen Pakete (R-B4) · Laufzeit **≈1,7 Jahre**
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**Aufwand für mastersolution:** rund 60 PT verteilt über die Laufzeit, in genau den beiden Feldern, in denen das Profil Kompetenz belegt (H-1, H-4). **Wirkung: rund fünf Monate – und zugleich die praktische Untergrenze aus 3.1: Mehr ist an Stufe 1a nicht abgebbar.**
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Voraussetzung ist der Schnittstellenvertrag aus AP1 – die Übernahme kann also frühestens nach Gate G1 beginnen, was zeitlich passt, da AP6 und AP9 ohnehin später liegen.
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### B3 – Weitgehende Parallelität
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Zusätzlich zu B2 übernimmt mastersolution **Paket V** vollständig sowie die Pakete **AP9+** und **AP10** der Stufe 1b. Bei d-opt verbleiben Stufe 1a wie in B2 sowie **AP7+** (Update-Gate, Offline-Lauffähigkeit, ≈17 PT einschließlich Zuschlag), das auf dem Evaluationspfad aus AP7 aufsetzt.
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**Bedingung:** Die Übernahme des ASR-Teils von Paket V (AP8) steht unter dem Vorbehalt der Frage F-5 – H-3 belegt Videoverwaltung und Schnitt, nicht Spracherkennung. Fällt F-5 negativ aus, verbleibt AP8 bei d-opt oder wird extern vergeben; die übrigen V-Anteile bleiben übernehmbar.
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**Zur Gleichzeitigkeit, präzise:** Die übernommenen Pakete starten nach Gate G1 (Schnittstellenvertrag, Datenmodell liegen vor) und laufen von da an weitgehend überlappend – nicht ab Tag eins. AP10 benötigt zudem den Goldstandard-Prozess aus AP7. Realistisch werden Stufe 1b und Paket V damit **kurz nach** Stufe 1a fertig statt rund 14 Monate danach.
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**Wirkung auf das Gesamtvorhaben:** d-opt gesamt **≈277 PT / ≈1,8 Jahre** bis zum ausrollfähigen Produktstand einschließlich Videoerschließung – gegenüber ≈2,9 Jahren in B0 eine **Verkürzung um rund 40 %**. Erreicht wird das nicht durch mehr Personentage, sondern dadurch, dass drei Arbeitsstränge nebeneinander statt hintereinander laufen.
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### 4.1 Übersicht
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|Variante|d-opt Stufe 1a|Laufzeit 1a|Gesamtstand 1a+1b+V (d-opt)|Aufwand mastersolution|
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|---|---|---|---|---|
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|B0 Referenz|≈320 PT|≈2,1 J.|451 PT / ≈2,9 J.|wie bisher zugesagt|
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|B1 Zuarbeit|≈285–305 PT|≈1,9–2,0 J.|≈420–435 PT / ≈2,7–2,8 J.|punktuell, kein abgestelltes Personal|
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|B2 Paketübernahme|≈260 PT|≈1,7 J.|≈390 PT / ≈2,5 J.|≈60 PT über die Laufzeit|
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|B3 weitgehende Parallelität|≈260 PT|≈1,7 J.|**≈277 PT / ≈1,8 J.**|≈175 PT über die Laufzeit|
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Der Sprung liegt zwischen B1 und B2 sowie beim Gesamtstand zwischen B2 und B3. Er markiert jeweils den Übergang von Zuarbeit zu eigenverantwortlicher paralleler Bearbeitung. Alle Laufzeiten im Szenario S2 (154 PT/Jahr); die Gesamtstand-Spalte bezeichnet den bei d-opt verbleibenden Aufwand bis zum ausrollfähigen Produktstand einschließlich Videoerschließung.
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## 5. Das Zeitargument
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Die Argumentation stützt sich bewusst auf Feststellungen aus dem Unternehmensprofil, das mastersolutions eigene Marktlage beschreibt – nicht auf Einschätzungen von d-opt.
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**Der Wettbewerb ist funktional bereits nahe.** Moodle 4.5 bringt ein natives KI-Subsystem als Framework zwischen LMS und externen Anbietern; KI wird damit vom Plugin-Zusatz zum Kernbestandteil der Infrastruktur. Am Markt existieren Plugins, die sich strikt an die hochgeladenen Kursmaterialien als Quelle halten, um Halluzinationen zu vermeiden – funktional also nahe an dem, was die Stufen 1 und 2 versprechen.
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**Das Alleinstellungsmerkmal ist die Souveränität, nicht die Funktion.** Genau darin liegt die Chance des Vorhabens – das Profil benennt die Erosion des Souveränitätsversprechens durch die Anbindung externer LLM-APIs als strukturelles Defizit. Aber daraus folgt auch: Der Vorsprung besteht nur so lange, bis ein Dritter dieselbe Funktion souverän anbietet. Das ist keine Spekulation, sondern angesichts der Marktdynamik eine Frage von Monaten bis wenigen Jahren.
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**Daraus die Rahmung für das Gespräch – als Verzögerungskosten, nicht als Bitte.** Nicht „wir brauchen Unterstützung", sondern: Jeder Monat später ist ein Monat, in dem sich das Zeitfenster für die Positionierung als souveräner Anbieter schließt. Das Risiko trägt überwiegend mastersolution, nicht d-opt – d-opt verkauft Entwicklungsleistung, mastersolution eine Marktposition.
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**Was die Zahlen dazu sagen:** In B0 liegt der vollständige Produktstand einschließlich Stufe 2 jenseits dessen, was in diesem Marktumfeld als planbarer Vorsprung gelten kann. In B3 rückt der vollständige Stufe-1-Stand um gut ein Jahr nach vorn (von ≈2,9 auf ≈1,8 Jahre) – die Wirkung auf die Stufen 2 bis 4 kommt hinzu und ist hier noch nicht bewertet.
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## 6. Zu klärende Fragen vor dem Gespräch
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Die Kompetenzhypothesen aus Kapitel 2 sind vor der Argumentation zu verifizieren – ein Vorhalten falscher Annahmen würde die Glaubwürdigkeit der gesamten Vorlage beschädigen.
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|Nr.|Frage|Bezug|
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|---|---|---|
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|F-1|Wie groß ist das DevOps-Team, und ist es vollständig durch den Bestandsbetrieb gebunden?|H-1, B1/B2|
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|F-2|Existieren wiederverwendbare Container- und CI/CD-Vorlagen, die für ein zusätzliches Produkt nutzbar wären?|H-1, B1|
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|F-3|Steht Moodle-/PHP-Kompetenz für Rückfragen zur Verfügung, oder nur für einmalige Konfigurationsleistungen?|H-2, B1|
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|F-4|Wurde die Aussage „keine Kapazitäten" für alle Bereiche getroffen oder primär für Entwicklung im engeren Sinne?|Kapitel 1|
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|F-5|Existiert im Haus Erfahrung mit Spracherkennung, oder beschränkt sich die Videokompetenz auf Verwaltung und Schnitt?|H-3, B3|
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|F-6|Gibt es einen Marktdruck-Zeitpunkt, den mastersolution selbst benennt (Ausschreibung, Kundenanforderung, Wettbewerbsprodukt)?|Kapitel 5|
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F-4 und F-6 sind die wichtigsten. F-4 klärt, ob überhaupt Spielraum besteht; F-6 liefert den Zeitanker, der die Argumentation aus Kapitel 5 von einer allgemeinen Marktbeobachtung zu einer konkreten Frist macht.
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## 7. Risiken der Argumentation
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|Nr.|Risiko|Behandlung|
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|---|---|---|
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|R-B1|Die Kompetenzhypothesen werden als Widerspruch zur Kundenaussage gelesen|Konsequente Trennung von Kompetenz und Kapazität (Kapitel 1); Hypothesen als Fragen formulieren, nicht als Feststellungen|
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|R-B2|Das Marktdruck-Argument wirkt als Drucktaktik|Ausschließlich Feststellungen aus dem Unternehmensprofil verwenden; die Bewertung mastersolution überlassen|
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|R-B3|Beteiligung wird zugesagt, aber nicht geliefert – d-opt hat darauf geplant|Beteiligung nur als eigenständige Arbeitspakete mit eigener Abnahme vereinbaren; Planung bis zur belastbaren Zusage weiter auf B0 führen|
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|R-B4|Übernommene Pakete kommen in unzureichender Qualität zurück|Schnittstellenvertrag aus AP1 als Grundlage; Abnahmekriterien aus AP1.1 gelten auch für übernommene Pakete|
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|R-B5|Zusätzlicher Abstimmungs- und Abnahmeaufwand übersteigt die Entlastung|In B2/B3 mit 8–12 PT eingerechnet (Koordination plus Abnahme- und Integrationsprüfung, R-B4); nur architektonisch entkoppelte Pakete zur Übernahme vorschlagen|
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R-B3 ist der praktisch wichtigste: **Bis eine Beteiligung verbindlich zugesagt ist, bleibt B0 die Planungsgrundlage der Grobplanung.** Die Varianten B1 bis B3 sind Entscheidungsgrundlage, keine Planannahme.
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## 8. Offene Punkte
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|Nr.|Punkt|Klärung durch|
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|---|---|---|
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|OP-B1|**Kommerzielle Verrechnung der Beteiligung:** Wie wirken übernommene Arbeitspakete auf Preis, Lizenzmodell und Rechteverteilung? Eine Beteiligung, die den Preis mindert, ohne die Marktchance zu verbessern, wäre für d-opt nachteilig; eine, die Entwicklungsrisiko teilt, wäre für beide Seiten vorteilhaft.|**O8**|
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|OP-B2|Wirkung der Beteiligungsvarianten auf die Stufen 2 bis 4 – hier nicht bewertet, dürfte den Effekt vergrößern|nach G1|
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|OP-B3|Verhältnis zur O1-Entscheidung: Fällt sie auf Option B, steigt der Moodle-Anteil und damit auch der sinnvolle Beteiligungsumfang deutlich|nach O1|
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|OP-B4|Reihenfolge der Ansprache: Paket V als Einstieg (architektonisch entkoppelt, außerhalb aller Gates, trifft mit _VMS_/_FOCUS_ eine belegte Kompetenz; ASR-Teil unter Vorbehalt von F-5) oder direkt B2 vorschlagen|intern, vor dem Gespräch|
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